Rechte und Lasten

Im Grundbuch eingetragene Rechte und Lasten sind sogenannte dingliche Rechte/Lasten und sind gegen jedermann wirksam.

 

Es gibt SERVITUTE, auch DIENSTBARKEITEN genannt. Diese werden unterteilt in:

  • Grunddienstbarkeiten und
  • Persönliche Dienstbarkeiten.

Weiters gibt es noch die sog. REALLASTEN.

 

Zu den Grunddienstbarkeiten zählen z.B. Wegerechte, Leitungsrechte, Fahrrechte usw. Hier gibt es ein herrschendes Grundstück und ein dienendes Grundstück. Für das dienende Grundstück ist das Servitut ein Nachteil, für das herrschende ein Vorteil.

Zu den Persönlichen Dienstbarkeiten zählen das Wohnrecht, das Fruchtgenussrecht und das Gebrauchsrecht. Diese Rechte sind an eine Person gebunden und sind entweder zeitlich beschränkt oder enden mit dem Tod der Berechtigten.

 

Zu den Persönlichen Dienstbarkeiten zählen beispielsweise das Ausgedinge, die Leibrente, die Zeitrente usw. Im Regelfall gehen diese mit dem Tod der berechtigten Person unter.

 

Diese Rechte bzw. Lasten können ein Grundstück derart belasten, dass ein Verkauf der Liegenschaft nicht mehr möglich ist bzw. der Wert durch diese Belastung derart gering ist, dass ein Verkauf sinnvoll nicht mehr möglich ist. 

Bei der Bewertung eines Ausgedinges oder auch Wohnrechtes ist davon auszugehen, dass die Liegenschaft auf Dauer der sog. ferneren Lebenserwartung der Berechtigten belastet ist und ein Verkauf kaum möglich ist und daher der Verkehrswert der Liegenschaft stark reduziert wird.

 

Meist sind diese Rechte der Berechtigten noch mit einem Veräußerungsverbot verbunden, wodurch den Berechtigten auf die Dauer des Rechts faktisch die Hände gebunden sind und die Liegenschaft kaum bis gar nicht verkauft werden kann.

 

Oft gibt es keine genauen vertraglichen Vereinbarungen über den Inhalt, hier ist die Bewertung aufgrund zahlreicher gutachterlicher Annahmen nochmals erschwert.

 

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© DI Heinrich TRIMMEL - Architekt & Sachverständiger